Berichte aus den Forschungslaboren
Für die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg entstehen vier Forschungsberichte. Verständlich, aber wissenschaftlich korrekt soll über die Forschungsprojekte berichtet werden.
- Maschinelles Lernen: Künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen, autonome Systeme – seit Jahren beherrschen diese Schlagwörter die Roboter-Forschung und -Entwicklung. Doch das Forschungsprojekt XPERO geht ganz an den Anfang zurück: kein vorgefertigtes Wissen über die Welt, keine Karte der Umgebung, kein Verständnis von natürlichen Gegebenheiten – Roboter sollen ihre Welt selbst entdecken. Wie Babys sollen sie sich ihr Erfahrungswissen selbst aneignen. Das Motto: „Learning by Experimentation”.
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Schwingungsmessung: Wo mechanische Maschinen arbeiten, treten zwangsläufig Schwingungen auf. Werden die Schwingungen jedoch zu stark, können sie für Maschine oder Menschen gefährlich werden. Deshalb müssen Schwingungen gemessen und überwacht werden. Oft ist dies auch aus wirtschaftlichen Überlegungen heraus sinnvoll: Schwingungsmesssysteme können Hinweise auf fehlerhafte Maschinen oder Bauteile geben, bevor für Menschen ein Problem hörbar oder sichtbar ist. Ein Messgerät kann anhand der Schwingungen mitunter sogar die Ursache des Fehlers lokalisieren helfen. Die besondere Herausforderung des Projekts an der Hochschule: Alles soll Low Cost sein.
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Stammzellenforschung: Jedes Jahr sterben tausende Menschen, weil Spenderorgane fehlen. Könnte man aus Stammzellen passende Organe wie Niere, Lunge und Herz künstlich züchten, würde dieses Problem gelöst. Noch fehlt jedoch das grundlegende Verständnis darüber, wie aus einer Stammzelle ein Organ wird. An der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg wird an diesem Verständnis geforscht.
- Sprengstoffdetektion: Wenn an einem Bahnhof oder Flughafen ein Koffer ohne Besitzer gefunden wird, kommen oft Experten, die den Koffer kontrolliert sprengen oder, falls möglich, auf Sprengstoff hin untersuchen. Letzteres ist aber nicht einfach und ungefährlich. Denn sollte es sich bei dem Koffer tatsächlich um eine Bombe handeln, könnte die Untersuchung eine Explosion auslösen. An einer risikoarmen, zugleich aber sicheren Methode, den Inhalt eines Koffers zu bestimmen, arbeiten die Forscher der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.
